Bei wunderschönem Wetter ging’s auf dem “Weinblickweg”. Rund um Heppenheim führt dieser etwa 17km lange Rundwanderweg durch Weinberge, Wälder und über weite Felder. Die Bergstraße und ihre Weinlagen zeigen sich dabei von ihrer schönsten Seite, das Dörfchen Ober-Hambach gibt eine Einblick in die Ruhe und Idylle des Odenwalds.

Los ging’s am “Viniversum” der Winzergenossenschaft Bergsträßer Winzer eG, von dort führte uns der Weg auf dem Kanonenweg hinauf in die Weinberge. Durch den steilen Weg, die gleißende Sonne und den fehlenden Schatten auf dem Weinbwergsweg kamen wir hier auch ziemlich ins Schwitzen. Für den recht schnellen, steilen Anstieg wurden wir dafür aber mit tollen Ausblicken auf Heppenheim belohnt, insbesondere auch die verwinkelte Altstadt.

Starkenburg

Bald ging am Weg seitlich ein Fußpfad ab, der “5-Minuten-Pfad”. Auf diesem wanderten wir steil auf einem Wurzelpfad nach oben bis zur Starkenburg. In der Burganlage befindet sich heute eine Jugendherberge wo einst der Palas gewesen war. Nur Teile der Burg sind tatsächlich historisch erhaltene Ruinen - der Burgfried wurde seinerzeit wegen Baufälligkeit gesprengt und später an anderer Stelle wieder aufgebaut. Dennoch ist die Burg imposant. Weil dort allerdings sehr viel Leute unterwegs waren, marschierten wir diesmal direkt weiter, bis wir auch die nehliegende Sternwarte Starkenburg und dem Parkplatz passiert hatten. Kaum waren wir an diesem vorbeigwandert, waren schlagartig auch viel weniger Leute unterwegs.

Ländliche Idylle in Ober-Hambach

Ein relativer Ebener Weg führt am Waldrand entlang, mit Sicht auf die Hügellandschaft der Bergstraße zur rechten, bis zu Schutzhütte Helenenruhe, wo er in den Wald eintaucht. Von hier aus geht es ein ganzes Stück mäßig steil bergauf durch den Birkenwald, bis irgendwann eine Bergkuppe erreicht ist und der Weg langsam fallend in Richtung Ober-Hambach führt.

Die Häuser der kleinen Ortschaft liegen malerisch im Tal verstreut und die idyllische Atmosphäre lädt ein zum Picknick auf einer der Bänke am Wegesrand.

Auch wir gönnten uns ein paar Minuten Rast mit traumhaftem Ausblick, bevor wir auf der anderen Seite des Tals wieder in den Wald eintraten. Hier folgten wir kurz einem Wurzelpfad, leider aber nur als eine Art Abkürzung und schon nach wenigen Metern stießen wir schon auf den nächsten breiten Forstweg. Der führe uns in einem großen Bogen nun einmal um den Eselsberg und dann in Schleifen durch den Wald.

Kurz vor Hambach öffnet sich die Landschaft dann wieder und führt zwischen Raps- und Getreidefeldern auf einem breiten Feldweg in Richtung Unter-Hambach. Dort tauchen dann langsam schon wieder die ersten Wingerte auf, und bald schon stehen wir wieder in den Heppenheimer Weinbergen. Relativ steil geht es von dort in weitläufigen Serpentinen wieder talwärts.

An der “Winzerrast” beim Jägerhäuschen gibt es eine Webcam, mit der man früher Selfies machen konnte, die dann auf der dazugehörigen Internet-Seite zu finden waren. Den Spaß hat allerdings die Datenschutzgrundverordnung verhagelt. Viel los war dort trotzdem, eine ganze Horde fotowütiger Leute nicht zu stören, die trotzdem dort herumstanden und sich eben mit dem eigenen Smartphone fotografierte. Weil dort so viel los war gingen wir letztendlich einfach vorbei, ein paar Meter weiter ist der Ausblick letzendlich noch (fast?) genauso schön.

Kurz darauf kamen wir auch schon auf einem steilen Sträßchen wieder in Heppenheim an und gingen stadteinwärts zurück zum Viniversum.

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