Unser Jahr 2020

2020 war ein ungewöhnliches Jahr, auf so viele Arten. Während viele Leute es gar nicht erwarten können, dass das Jahr endlich zuende geht, stellen wir beim reflektieren fest, dass das Jahr für uns gar nicht gar so schlecht war.

Das Jahr begann wie alle anderen. Wir waren sehr viel mit unserer Arbeit und dem Alltag beschäftigt und haben sonst nur wenig unternommen - es gibt tatsächlich praktisch keine Bilder aus Januar und Februar.

März

Im März begann dann die Pandemie dann auch in Deutschland den Alltag zu verändern. Die Schulen wurden geschlossen, genauso Restaurants und Geschäfte und überall war das Toilettenpapier rar. Zuerst Tim, eine Woche später auch ich, wurden nach Hause geschickt, um im Home Office zu arbeiten. Und tatsächlich brachte das einige Vorteile - lange haben wir nicht mehr so viel Zeit miteinander verbringen können, wie in diesem Jahr. Jeden Tag konnten wir zusammen Mittagspause und Kaffeekränzchen machen. Und kamen die ganze Zeit gut miteinander klar – das war wichtig für uns. Natürlich darf man hier nicht vergessen, dass wir natürlich die Pandemie aus einer sehr privilegierten Situation heraus betrachten konnten. Beide unsere Jobs liefen praktisch normal weiter, wir hatten keine Kinder zu betreuen und auch sonst kaum Nachteile aus der Pandemie, das ging vielen Leuten nicht so. Aus unserer Sicht war es aber tatsächlich alles kaum ein Problem.

April & May

Im April und Mai begannen wir, an den freien Wochenenden, an denen es ja aktuell sonst nicht viel zu tun gab, die Region zu entdecken. Nachdem wir die ganze Woche nur in unserer kleinen Wohnung saßen, machten wir jetzt auch mal länge Ausflüge als unsere üblichen Spaziergänge rund um unseren Wohnort. Wir besuchten das Natuschutzgebiet Mönchbruch, ganz in der Nähe, und fuhren zum Felsenmeer Lautertal im Odenwald. Manchmal reisten wir zum wandern aber auch etwas weiter weg, wie zum Beispiel zur Traumschleife Baybachklamm im Hunsrück, oder zum Wispertalsteig im Taunus. Zum Ende des Mai unternahmen wir dann auch unseren ersten zweitägigen Bikepacking-Trip, der uns in zwei Etappen durch den wunderschönen Odenwald führte.

Juni & Juli

Im Juni wurde die Pandemielage langsam ein wenig ruhiger, und wir nutzen die Gelegenheit um uns ein paar Tage mit meiner Schwester im Harz zu treffen. Dort besuchten wir die Altstadt von Goslar, das Torfhausmoor und das wunderschöne Bodetal. 

Im Juli dann kam die für uns größte Einschränkung durch die Pandemie. Unsere geplante Hochzeit stand lange auf der Kippe, und wir wussten nicht ob und wie wir überhaupt feiern konnten. Fest stand, dass eine Verschiebung für uns nicht in Frage kam, lieber wollten wir kleiner feiern. Am Ende hatten wir auch hier riesiges Glück und die Pandemielage erlaubte unsere geplante Feier mit nur wenigen Einschränkungen und dem größten Teil der eingeladenen Gäste. Die Masken und teilweise kuriosen Hygieneregeln machten die Feier letzendlich ziemlich besonders, und unvergesslich sowiso. Am Ende waren wir also sehr glücklich an unserem ursprünglichen Plan weitestgehend festgehalten zu haben.

Bei unserer Hochzeit hat übrigens die liebe Jule von JSCHKA fotografiert. 

September, Oktober, November

Ende September machten wir eine zweite kleine Reise innerhalb Deutschlands. Diesmal in die Nahe-Region. Wir wanderten zum Rotenfels-Massiv und paddelten auf dem Glan – eine wunderschöne Woche in den letzen warmen Sommertagen, bevor der Herbst begann.

Mit dem Herbst stiegen auch die Infektionszahlen wieder. Während ich den Sommer über wieder im Büro sein konnte, ging es nun auch für mich wieder ins Home Office. Tim war seit mittlerweile mehr als einem halben Jahr praktisch nur zuhause gewesen und langsam wurde klar, dass diese Veränderung der Pandemie vielleicht nicht ganz temporär war. Das Arbeiten von Zuhause wird uns wohl auch in Zukunft mehr begleiten.

An den Wochenden machten wir wieder viele Ausflüge, die meisten davon in Richtung des Odenwalds. Mal in schönem Wetter bei strahlenden Herbstfarben, manches Mal aber auch in dichtem Nebel oder Nieselregen. So verstrich die Zeit, und auf einmal war das Jahr schon fast zuende.