Goslar

| Harz

In nur drei kurzen Tagen wollten wir die nördliche Region des Harz erkunden. Zum Auftakt fuhren wir in die historische Bergbaustadt Goslar. Dort sammelten wir zuallererst meine Schwester Isabelle am Bahnhof ein, die uns auf unsererm dreitägigen Kurztrip begleiten sollte. Von dort spazierten wir dann in Richtung der Altstadt.

Goslar hat eine lange Geschichte im Erzbergbau und zudem als Standort einer Kaiserpfalz im Mittelalter rund um die frühen 1000er Jahre. Außerdem gibt es eine wunderschöne Altstadt mit vielen sehr gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Die Altstadt, das am Rand der Stadt gelegenen Bergwerk "Rammelswerk", das heute ein Museum ist, und das "Oberharzer Wasserregal" (ein System zur Umleitung und Speicherung von Wasser für den Bergbau" sind zusammen sogar ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen - und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie war die Stadtmitte nur wenig überlaufen, anders als das zu anderen Zeiten sicher der Fall. Also genossen wir es umso mehr, durch die alten, gepflasterten Gassen zu flanieren und bei einem Eis das Glocken- und Figurenspiel am Marktplatz zu bewundern.

Im Anschluss an unseren Spaziergang durch die Innenstadt bewegten wir uns in Richtung Stadtrand, wo die frühere Stadtmauer und der Zwinger stehen. Dort gibt es auch einige alte Teiche, die "Judenteiche", bei denen wir eine ganze Weile blieben. Die Atmosphäre dort war so ruhig und entspannt und wir saßen eine ganze Zeit einfach nur da und beobachteten die Enten, die auf den von der kleinen Wasserlinse überwachsenen Teichen ihre Kreise zogen, und abstrakte Muster über die Wasseroberfläche zogen.

Von dort aus gingen wir weiter entlang der ehemaligen Stadtmauer zur Kaiserpfalz. Sie sah von außen wirklich beeindruckend aus, aber wegen der aktuellen Einschränken rund um Corona konnten wir uns das innere nicht ansehen - dort gibt es wohl riesige Wandgemälde und verschiedene Ausstellungen mit Kunst- und Gebrauchsgegenständen aus der Blütezeit der Kaiserpfalz.