Whanganui River

Die "Whanganui River Journey" ist einer von Neuseelands "Great Walks" - obowhl er nicht gelaufen, sondern stattdessen mit dem Kanu entlang gepaddelt wird. Für die gesamte Tour müssen zwischen drei und fünf Tagen eingeplant werden. Leider zu viel für unseren Zeitplan. Wir wollten den Fluss aber auf jeden Fall sehen und zumindest einen Tag dort paddeln gehen. Außerdem hatten wir online Bilder der "Bridge to Nowhere" gesehen und wollten sehr gerne dort vorbeischauen. Also entschieden wir uns eine eintägige JetBoat/Kanu-Tour zur Bridge to Nowhere zu buchen, die von Pipiriki startete.

Zuerst bekamen wir Rettungswesten ausgehändigt und hörten uns eine Sicherheitseinführung an und dann kletterten wir auch schon ins JetBoat. Los ging die Fahrt flussaufwärts am Whanganui. Unterwegs erzählte uns unser Bootsführer viele Anekdoten zum Leben am Fluss und der Geschichte der Nutzung des Flusses.

Er zeigte uns, wie hoch das Wasser bei früheren Hochwasserphasen gestanden hatte, und wie man das am Flussbett erkenne kann. Dabei erzählte er auch, wie gefährlich der Fluss bei Hochwasser sein kann. Bei heftigem Regen kann der Wasserspiegel des Whanganui innerhalb von wenigen Stunden mehrere Meter ansteigen - was ihn sehr gefährlich macht.

Jedesmal, wenn wir an einer Stromschnelle vorbeifuhren, erklärte er kurz, wie wir diese nachher bei der Rückfahrt mit dem Kanu am besten durch- oder umfahren können. Da wurde uns klar, dass dieser als "einfach" betitelte Kanu-Trip vielleicht doch etwas abenteuerlicher werden würde, als wir zuerst angenommen hatten. Wir waren zwar zuvor wenige Male gepaddelt, allerdings noch nie in Flüssen mit echten Stromschnellen. Und hier schienen sie dann doch einigermaßen unberechenbar. Die erste, an der wir vorbeikamen, betitelte er mit 50/50, weil dort die Hälfte aller Kanus kentert, die sie durchfahren wollen. Eine weitere Stromschnelle bat er uns über eine Sandbank zu umgehen. Dort war ein rotes Kanu unter Wasser um einen Felsen gewickelt, festgehalten durch den großen Druck des Wassers. Nach Aussage unseres Bootsführeres waren dort dieses Jahr schon drei Kanus zerstört worden, deshalb sollten wir alle stattdessen die Kanus über die Sandbank auf der anderen Seite des Flusses tragen.

Weiter ging es stromaufwärts , bis wir schließlich zum Mangapurua Landing gelangten. Von dort war es ein kurzer Fußmarsch von etwa 15 Minuten bis zur "Bridge to Nowhere". Dort angekommen, bekamen wir Kaffee und Kekse ausgeteilt und verzehrten auch unsere selbst mitgebrachten Snacks. Unser Guide erzählte uns derweil die Geschichte der Brücke. Wie die Menschen versucht hatten das Gebiet am Whanganui River zu zähmen und für sich zu nutzen, nach einigen Jahren das Projekte aber aufgegeben wurde und die Region zum Nationalpark erklärt wurde. Übrig blieb die Brücke, die die Siedlungsgebiete mit der Außenwelt verbinden sollte, aber wegen vieler Erdrutsche an der zugehörigen Straße nur sehr kurze Zeit überhaupt in Benutzung war.

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