
Kattegat-Tour – Tag 1 – Flensburg nach Sonderborg
Um vier Uhr morgens klingelt unser Wecker. Zeit aufzustehen, der Zug fährt bald! Nach ein paar letzten Vorbereitungen packen wir die Taschen an die Räder und radeln zum örtlichen Bahnhof. Die Regionalbahn fährt pünktlich ein und bald sind wir auch schon in Frankfurt, von wo uns der ICE in den Norden bringen soll. Der Zug steht auch schon im Gleis, und wir müssen erst einmal am ganzen langen Zug entlang laufen, denn das Fahrradabteil ist in Wagen 1, ganz am Ende des Bahnsteigs. Wir verladen die Räder, und dann rollt der Zug kurz darauf auch schon los in Richtung Hamburg.
Die Fahrt kommt und lange vor, denn wir sind zwar müde, aber so richtig schlafen können wir auch nicht. Wir sind viel zu gespannt, was die nächsten zwei Wochen bringen werden. Im Maximalfall fahren wir einmal rund ums Kattegat über Dänemark und Schweden, je nach Fitness, Lust und Laune aber eben auch nicht. Wir haben uns da nicht festgelegt und diesmal auch wirklich nichts fest geplant außer der An- und Abreise.
Um kurz nach 10 erreichen wir Hamburg und steigen mitsamt den Rädern in den RE in Richtung Flensburg ein. Nocheinmal 1,5h Zugfahrt, dann geht es endlich los!
In Flensburg angekommen brauchen wir ein paar Minuten zur Orientierung, dann radeln wir los durch die Stadt. Vom Bahnhof durch die Innenstadt geht es direkt an die Flensburger Förde. Hier fahren wir ein Stück am Hafen entlang - richtig schön, aber wir wollen nicht zu lange verweilen, da wir heute mindestens bis Sonderborg kommen wollen.
Unsere Route macht nun einen Schlenker weg vom Hafen, und wir sehen das erste Straßenschild mit Aufschrift “Dänemark”. Dem fahren wir hier aber nicht nach, sonder rollen weiter eine Seitestraße entlang, vorbei an einem Park. Und dann tut sich auf einmal der erste Blick auf in Richtung Strand. Dort kommen wir zu einem Strandbad, mit öffentlicher Toilette – praktisch, denn wir wollten ohnehin auch noch einmal Wasser auffüllen. Wir nutzen den Stop auch, um uns ordentlich mit Sonnencreme einzuschmieren, denn es ist sonniger als erwartet.
Im Anschluss fahren wir auf einem feinen Schotterweg an Küste entlang weiter und erreichen kurz drauf den Kurort Wassersleben, und dann fahren wir nach einmal abbiegen auf einmal ganz unspektakulär über eine kleine Brücke über die Grenze nach Dänemark. Wir merken es nur, weil hinter der Brücke eine kleine Flagge gehisst ist.
Hinter der Grenze folgen wir nun vorerst der Nationalen Fahrradroute 8, die uns zuersteinmal auf einem steilen, geschotterten Waldweg über einen Hügel schickt. Ist wohl doch nicht so flach im Norden. Nachdem wir die ersten kleinen Orte durchquert haben, folgt die Route weiter entlang einer größeren Straße. Auf dem asphaltierten Radweg kommen wir zügig voran und kommen immer wieder an kleinen Ortschaften mit schönen, kleinen Häuschen vorbei. Viele davon geklinkert und einige auch mit Reet gedeckt.
Ab und an führt unsere Route uns weg von der Dänischen Ostseeroute, die hier größtenteils der Straße folgt, und wir machen stattdessen kleine Abstecher durch die ländliche Idylle und kleine Dörfer. Und immer wieder geht es auf und ab, hügeliger als wir es vorher so wirklich vorgestellt hatten. Bei Dybbøl kommen wir dann noch an einem Kriegsmuseum und einer schönen alten Mühle vorbei und erreichen wenig später dann auch schon Sonderborg, deutlich früher als erwartet. Kurz überlegen wir, doch noch weiter weiterzufahren bis zum Fährhafen in Fynhav. Weil wir uns aber ja vorgenommen hatten, es langsam anzugehen und wir ja auch schon sehr früh aufgestanden waren, entscheiden wir uns dann doch dafür, in Sonderborg zu bleiben.
Wir checken also im Campingplatz in Sonderborg ein und nutzen die “übrige” Zeit dann stattdessen, um uns Sonderborg ein wenig anzuschauen. Letztlich spazieren wir gemütlich durch die Innenstadt und an der Marina entlang. Dort können wir dann auch beobachten, wie die Klappbrücke geöffnet wird um die vielen kleinen Segelboote durchzulassen. Wir lassen uns eine Weile von einem Konzert auf der anderen Uferseite beschallen und spazieren dann am Ufer entlang zurück zum Campingplatz.
























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